Digital Detox

von Nina

Schon lange habe ich es mir vorgenommen, doch irgendwie war nie der richtige Zeitpunkt dafür. An dem einen Wochenende waren wir zum Essen eingeladen, am nächsten Wochenende war dieses und jenes Event und am dritten Wochenende musste ich einige Dinge am Laptop erledigen. Deshalb habe ich es sehr lange hinausgeschoben, obwohl es schon so lange auf meiner To Do Liste stand.
Die Rede ist von Digital Detox – einfach mal für zwei Tage komplett offline sein und der Onlinewelt den Rücken kehren. Vor knapp zwei Wochen habe ich dann spontan beschlossen es einfach zu machen. Egal wie voll der Terminkalender ist. Letzten Freitag gegen 0 Uhr wurde dann noch mal Instagram, Facebook und der Blog gecheckt und dann das Handy und der Laptop abgedreht. Ich habe es ganz radikal gemacht und war auch nicht telefonisch erreichbar. Natürlich habe ich meiner  Mama vorher Bescheid gegeben, damit sie sich auch keine Sorgen macht.

berriespassion_digitaldetox

Wie es mir dabei ergangen ist?

Es war einfacher als gedacht. Wir hatten an diesem Wochenende sogar ein paar Dinge geplant. Dinge wo man normalerweise gerne ein Foto postet oder zumindest eines macht. Lustigerweise ist mir mein Handy an diesem Wochenende kein einziges Mal abgegangen. Ich habe am Samstag mal so richtig ausgeschlafen (bis halb 12!), weil einen Wecker besitze ich nicht. Danach wurden die neuen Laufschuhe geschnürt, der Hund geschnappt und eine kleine Runde im Park gedreht. Ich fange langsam an Tobi ans Laufen zu gewöhnen. Tja und ich glaub, ich muss mich eher erst an sein Tempo gewöhnen und anpassen, denn nach 2 km, habe ich mit Seitenstechen aufgegeben und der kleine Frechdachs war nichtmal ansatzweise müde – wieder eine Situation wo ich im Normalfall gerne ein Foto gemacht oder den Lauf mit Runtastic aufgezeichnet hätte.
Den Samstag habe ich dann genutzt um die Wohnung auf Vordermann zu bringen und ich kann eines sagen, so ganz ohne Ablenkung geht das um einiges schneller. Leider hatte ich keine Musik, denn auch die spiele ich nur mit dem Laptop oder dem Handy ab. Am Abend ging es dann zum Essen mit Freunden und danach auf eine Party. Es war richtig entspannend so ganz ohne Handy und nichtmal Instagram (und das checke ich normal alle 10 Minuten) ist mir abgegangen.
Am Sonntag habe ich mich meinem riesen Berg Bügelwäsche gewidmet und am Nachmittag habe ich wieder ein kleines Schläfchen eingelegt. Ich glaube an diesem Wochenende habe ich den Schlaf der letzten Wochen nachgeholt. Ich war so richtig entspannt. Was ich verpasst habe? Gar nichts. Ich hatte zwar einige Nachrichten, aber wirklich was verpasst habe ich an diesen zwei Tagen nicht. Nur der Start in die neue Woche war nicht so leicht, denn auch wenn ich nur zwei Tage offline war, ich musste erst wieder in meine alte Routine finden. Nichtsdestotrotz war es ein richtig tolles Offline-Wochenende und ich werde das bestimmt ganz bald wiederholen, denn es ist wichtig, dass man sich mal komplett aus der Onlinewelt zurückzieht. Vor allem wenn man sonst 24/7 online ist. Ich glaube auch, dass es mir so leicht gefallen ist, weil ich das Handy komplett abgedreht und zuhause gelassen habe, denn so bin ich nichtmal in Versuchung gekommen. Klar ist es ein bisschen doof, wenn der Freund einkaufen ist und einem noch etwas einfällt was er mitnehmen soll und man ihn nicht anrufen kann. Doch früher ist es auch ganz ohne Handy gegangen.

Was mir aufgefallen ist?

Wenn man selber kein Handy dabei hat, muss man sich anders beschäftigen. Vor allem wenn man öffentlich unterwegs ist. Im Normalfall checke ich in der U-bahn immer meine Social Media Plattformen und Mails. An diesem Wochenende habe ich einfach mal mein Umfeld beobachten und da ist mir erst aufgefallen wie viele Menschen ununterbrochen das Handy in der Hand haben. Überall und immer. Auch wenn sie eigentlich die Hände voll haben, für das Handy ist immer noch ein bisschen Platz. Auch zuhause ist es mir aufgefallen, mein Freund war dauernd am Iphone und ich musste ihn dann schon schimpfen. Lustig eigentlich, denn unter anderen Umständen wäre es mir gar nicht aufgefallen, weil ich ja genauso wie alle anderen bin – dauernd nur am Handy. In der heutigen Zeit geht es einfach nicht mehr ohne dem kleinen Teil, denn es ist Wecker, MP3 Player, Terminkalender, Kamera und Routenplaner. Gott sei Dank musste ich nirgends hin wo ich noch nie war, denn sonst wäre ich ziemlich aufgeschmissen gewesen ohne meinem Handy. Ich wurde nämlich nicht mit einem guten Orientierungsinn gesegnet. Wenn man das Teil mal abschaltet merkt man erst wie abhängig man ist. Nichtsdestotrotz sollte man ab und zu das Handy zur Seite legen oder zuhause lassen. Es tut wirklich gut kann ich euch sagen – Deshalb werde ich sicher ganz bald wieder ein Digital Detox Wochenende einlegen.

berries&passion_Neu

Dieses Wochenende war ich dafür durchgehend online und habe an meinem neuen Blogauftritt gearbeitet. Schon vor zwei Wochen hätte es fertig sein sollen, doch es gab immer ein paar Kleinigkeiten mit denen ich nicht zufrieden war. Nun ist es aber endlich fertig und morgen früh geht es endlich online – OK ich hab es nicht mehr abwarten können, es ist doch jetzt schon online. Ich bin super Happy damit und ich hoffe es gefällt euch genauso gut wie mir.

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10 Kommentare

Kat 22/11/2015 - 10:31 PM

Ich habe gestern erst eine Dokumentation über genau dieses Thema und dessen Nebenwirkungen (also natürlich nicht von Digital Detox, sondern von zu viel Screentime und Internet) gesehen. Ich konnte mich schon sehr damit identifizieren. Gerade ich bin wirklich ständig vorm PC oder Laptop: Mein Studium (Grafikdesign) und das Bloggen beanspruchen die meiste Zeit, beides findet vor dem Laptop statt. Selbst wenn ich als Model durch die Gegend reise, bin ich oft am Handy, um meine Wartezeiten für mich zu verkürzen, indem ich auf meinem Instagram bin oder mit Freunden chatte, die gerade ganz woanders sind.

Hier übrigens der Link, falls es dich (oder jemand anderen hier :)) interessiert, ich finde die Doku wirklich sehenswert:
http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=55062

Dein neuer Webauftritt ist übrigens super gelungen, zumindest das, was man bis jetzt sieht!

Hab‘ einen schönen Start in die Woche! :)

xx
Kat

http://www.teastoriesblog.com

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Catherine 23/11/2015 - 5:14 AM

Toller Beitrag! Erst wenn man das Handy nicht mehr zur Hand hat merkt man, wie oft man es sonst benutzt.

Bitte nicht persönlich nehmen, nur ein gutgemeinter Rat: man sollte mit einem Hund zur Schonung der Gelenke wegen erst nach 1 Jahr oder noch später beginnen zu joggen… Die Kleinen sind zwar sehr fit und quirlig, da ist es am Besitzer zu schauen, dass ein junger Jack Russell sich nicht überanstrengt. Damit sie müde werden ist Kopfarbeit super!
Ist nur als gutgemeinter Rat gemeint…ich besitze selbst einen Jack Russell und viele meiner Freunde sind Tierärzte. ;-)

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Nina 23/11/2015 - 7:31 AM

Danke für den Rat ;) jedoch hört man da so viele unterschiedliche Dinge und die Meinungen gehen da sehr auseinander. Ich hab auch mit zwei unterschiedlichen Tierärzten gesprochen und die haben mir das Go gegeben :). Außerdem lauf ich ja keinen Marathon mit ihm sondern langsam 1-3 km und die läuft er auch, wenn ich mit ihm am Wocheende einen langen Spaziergang mache. Deshalb sehe ich da nichts schlechtes. Ich muss auch sagen so toll ich es finde wenn mir jemand einen Rat oder Tipps gibt, es sollte jeder selber entscheiden was gut und schlecht für seinen Hund ist und ich hab mich lange erkundigt und habe für mich beschlossen dass ich langsam damit beginne. Meine das jetzt auch nicht böse oder so :) nur hab schon viele Tipps bekommen die für uns halt nicht gepasst haben. Nichtsdestotrotz freue ich mich über Tipps und wenn sie für uns passen dann umso mehr ;)

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Luise 23/11/2015 - 9:27 AM

So ein Detox-Wochenende von allen digitalen Medien klingt wirklich verlockend und werde ich sicherlich auch einmal einlegen. Danke für deinen Erfahrungsbericht.

Liebe Grüße
Luise | http://www.just-myself.com

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Katharina 23/11/2015 - 10:39 AM

Das muss ich unbedingt auch mal machen, ich habe das ja quasi „zwangsweise“ wenn ich in Kärnten auf der Hütte bin, aber auch hier in Wien bräuchte ich das mal dringend! Und – suuupi schönes Design! Steht dir sehr gut :)

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Leonie-Rachel 23/11/2015 - 1:15 PM

Liebe Catherine, welches Kopftraining machst du? Denn bei Waldi wirkt Kopfarbeit nciht wirklich wenn es darum geht, dass der kleine müde wird. Liebe Grüße Leonie

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Catherine 23/11/2015 - 4:43 PM

Unseren Jacky macht vorallem Nasenarbeit sehr müde. Als er noch jung war haben wir einem Teil seines Futters und ein paar Leckerlies unterwegs am Boden verstreut, Spuren gelegt, unter Holzstapeln versteckt…. Heute machen wir richtige Fährtenarbeit (ein Stück Käse oder Wurst an einer Schnur befestigen und über den Boden ziehen und irgendwo platzieren und der Hund es suchen lassen…) Das liebt er und macht ihn mindestens so müde wie ein 1-stündiger Spaziergang. :-)
Inzwischen versuchen wir uns auch dabei, Kleidungsstücke oder Personen zu finden. Alles ganz langsam aufgebaut. :-)

Ansonsten Tricks lernen – ich nehme dann zum Beispiel sein Abendessen, das er sich erarbeiten kann. Das liebt er und danach schläft er. ;-)

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Simone 23/11/2015 - 4:05 PM

Ich finde es immer interessant, welche Eindrücke man nach so einem Digital Detox hat.
Besonders die Meinung von Menschen wie dir, die ja beruflich daran angewiesen sind! :)
Finde es auch oft soo arg, wenn ich in der Bim oder Ubahn sitze, wie alle nur nach unten starren, mich wunderts ja nicht, das wir alle Nackenschmerzen haben haha :D Oder diesen „Smartphone-Daumen“, wenn die Sehnen schmerzen vor lauter rumgescrolle am Bildschirm und der typischen Handy-Haltung :D

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2016: #ichhabwasvor - Ketch'em BunniesKetch'em Bunnies 14/01/2016 - 9:40 AM

[…] jedes Mal wenn ich zu uns auf die Hütte fahre, aber ich meine ein Wochenende offline so wie Nina es vor kurzem gemacht hat. So richtig in Wien – ohne Handy, ohne Laptop, ohne Fernseher, ohne Kamera. Mal sehen, wie […]

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Hello 2016. - suechtignach.at 27/07/2017 - 10:30 AM

[…] nicht ändern! Was ich aber anders machen möchte, ist mein Umgang mit Handy & Laptop. Nach Ninas Beitrag möchte ich auch gerne mal Digital Detox ausprobieren – ich hänge viel zu oft vor Snapchat, […]

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